Age of Conan

Preview: Conan Exiles - vom Sklaven zum Helden

Karge, felslastige Landschaften, um die Vorherrschaft ringende mächtige Götter, schwellende Muskeln und dicke Waffen - das ist die Welt von Conan, dem Barbaren. Nachdem Funcom im Jahr 2008 mit 'Age of Conan' ihr erstes MMORPG in dieser Welt vorlegten und dieses über all die Jahre ausbauten und bugfrei bügelten, versuchen sich die Entwickler nun an einer Mischung aus MMORPG und Sandbox-Survival-Spiel, kurz 'Conan Exiles'. 

Der Spieler beginnt als gekreuzigter Sklave, dem alles genommen wurde und der nur mühsam mit dem Leben davon gekommen ist. Dieser Sklave wird von fremder Hand befreit und steht mit seinem geretteten Leben ganz am Anfang einer neuen Existenz - und in einer Welt, in der es recht viele feindselige Kreaturen gibt. Was wird dieser ehemalige Sklave tun? Mit anderen gemeinsam eine friedliche Siedlung gründen und diese vor dem Zugriff anderer absichern? Versuchen, sich die Gunst eines Gottes zu erarbeiten, um ungeahnte Macht zu erlangen? Selbst zum Sklavenhalter werden, der sich Reichtum und Stärke durch die Arbeit anderer erwirtschaftet?


Generell wirkt die Welt detailliert und herausfordernd - von der Wüstenlandschaft über fruchtbare Flusstäler und karge Felswände ist alles mit dabei und lädt schon auf den ersten Blick zum Erkunden ein. Großer Pluspunkt war für mich die Ansage, dass wie bei vielen Survival-Games keine kompletten Haus-Pläne existieren, sondern man sich sein Wunschdomizil aus verschiedenen Elementen zusammenbauen kann, eben wie man es möchte. 
In einem Vorschauvideo der Entwickler war sogar zu sehen, wie sich eine Siedlung rund um eine Felsnadel gebildet hat, inclusive Holzrampen, welche bis zur Spitze der Felsnadel hinauf führten. Dort wuchs die Siedlung dann geschützt vor wilden Tieren und Angreifern aus der Umgebung an - einfach cool, dass so etwas möglich ist!


Laut Entwickler gibt es keine vorgefertigten Klassen - man ist also frei in der Wahl seiner Mittel, wenn es darum geht, sich gegen Wildtiere und sonstige Gefahren zu verteidigen. Generell ist es möglich, dass auch andere Spieler zu einer Gefahr für den eigenen Charakter werden können - es ist auch möglich, andere Spieler zu versklaven! - aber da die Server in PvE- und PvP-Server aufgeteilt wurden, muss man sich das Ganze nicht antun, wenn man es nicht will.
Richtig engagierte PvPler dürfen sich auf sogenannte PvP-Blitz-Server freuen, in denen der Skillerwerb von der Geschwindigkeit her deutlich hochgedreht wurde und immer nur für eine bestimmte Zeit lang gilt - danach werden alle Skills wieder zurückgesetzt und man beginnt von vorn. Im Grunde also fast so eine Mechanik wie PvP-Seasons bei MMORPGs.


Die Götter-Mechanik verspricht ebenfalls reichlich Abwechslung: Jeder Held kann sich einem der vier bekannten Götter aus der Welt von Conan zuwenden - während Set, Mitra oder Yog von ihren Anhängern aktive Anbetung haben wollen, um ihr Wissen in Form von verschiedenen Möglichkeiten zu gewähren, bleibt Crom stoisch und reagiert nicht auf die Schreie derjenigen, die seine Gunst wünschen. Crom ist damit der Gott für all jene, die keine Lust auf die Göttermechanik haben, während man sich bei den drei anderen Göttern aktiv betätigen muss, um Fortschritte im Können der von den Göttern gewährten Gnaden zu machen.

Set ermöglicht es seinen Dienern, gegen Gifte resistent zu sein und beispielsweise Schlangen zu Pfeilen zu verwandeln, Mitras Anhänger können geweihte Kleidung, Waffen und Statuen herstellen, während Yogs Diener gesegnete Rüstungen und Waffen basteln dürfen - im Austausch gegen den Verzehr von Menschenfleisch! Wirklich friedlich kann es in einer Welt also nicht zugehen, in der die Götter derartiges von ihren Anbetern erwarten - doch steht ihr mit eurem Charakter hoch in der Gunst eines Gottes, kann auf dem geweihten Altar desselben sogar ein mächtiger Götteravatar beschworen werden, der alle Gegner einfach zermalmt ...


Für mich klingt das Ganze nach etwas, das ich wirklich mal ausprobieren werde - ab dem 31. Januar ist 'Conan Exiles' im Early Access bei Steam zu bekommen. Mir hat der Gedanke, gemeinsam mit anderen ein Survival-Spiel zu zocken, schon immer gefallen, aber das Setting von ARK beispielsweised hat mich einfach nicht angesprochen, "Subnautica" gibt es leider nur im Singleplayermodus - also war warten angesagt, ob nicht doch mal irgendwann jemand mit einem Spiel um die Ecke kommt, dessen Setting mir gefallen würde.

Und da ist es - mit vielen optischen Anklängen an AoC, die mir sehr gefallen, und sichtbar schicken Umgebungen und Charaktern, die Lust auf mehr machen. Wenn das Ganze dann auch noch einen spaßigen Bau-Faktor hat, bin ich zumindest schon halb überzeugt, aber da muss man dann einfach sehen, wie es sich spielerisch gestaltet.


Bei Funcom habe ich auch das gute Gefühl, dass dieses Spiel nicht wie so viele andere im Early Access-Modus versandet und niemals die Spielreife erlangt - denn immerhin haben sie mit AoC und 'The Secret World' gezeigt, dass sie fähig sind, MMORPGs zu gestalten, die eine solide Fanbasis haben.
Gerade die spannenden Quests bei TSW sind für mich bis heute noch aussergewöhnlich, ich habe mir selten so geistig in die Hose gemacht wie bei so mancher Creep-Quest meiner Fraktion, der  Illuminaten - wenn auch nur ein Teil der Conan-Stimmung in 'Conan Exiles' herüberkommt, könnte das ein richtig großer Wurf werden. Ich bleibe gespannt - und werde ganz sicher dabei sein! Schaut doch auch mal 'rein - auf die Info-Seite von 'Conan Exiles' bei Steam. Dort gibt es aktuelle Trailer und immer die neuesten Infos.


Über Nerd- Gedanken

Nerd-Frau Mitte 30 und Kreative aus Leidenschaft, die permanent unter Ideen-Überdruck leidet. Schreiben, zeichnen und neue Welten entwerfen sind meine Hauptbeschäftigung. Man findet man mich im Netz überall dort, wo interessantes Rollenspiel und faszinierende Menschen locken.

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